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Aus der Bahn geworfen

Wenn du unter K.O.-Tropfen vergewaltigt worden bist oder die Vermutung hast, dass das passiert ist, dann ist das eine extreme Ausnahmesituation und du bist körperlich und seelisch traumatisiert. Auch wenn du dich körperlich vielleicht schnell wieder erholst, stehst du unter Schock. Die Unwissenheit darüber, was sich tatsächlich ereignet hat, ist für viele Betroffene quälend und zermürbend.

Du fühlst dich vielleicht aus der Bahn geworfen, unsicher, allein gelassen, weißt nicht, wie es für dich weiter geht. Manche Betroffene haben Schlafstörungen oder Albträume. Manchmal reagieren Freunde und Familie auch ablehnend und mit Unverständnis. Oder sie sind der Meinung, dass du nach kurzer
Zeit wieder in dein altes Leben zurückfinden müsstest.

Beratungsstellen können weiterhelfen

Frauenberatungsstellen wie LARA und Frauennotrufe können dir weiterhelfen. Dort sind geschulte Mitarbeiterinnen, die dir bei den psychischen Belastungen nach einer Vergewaltigung helfen können. Hier wird parteiisch beraten, das heißt auch, dass dir geglaubt wird.  Diese Stellen sind über K.O.-Tropfen informiert und bieten auch Unterstützung im Kontakt mit Ärzten, der Polizei oder vermitteln dir Kontakt zu einer Anwältin.

Eine Linkliste mit Anlaufstellen in Berlin findest du hier .

Wenn du dich von Polizei oder anderen Institutionen nicht ernst genommen oder schlecht behandelt fühlst,  können dir  auch Organisationen wie zum Beispiel der Weiße Ring weiterhelfen, die Menschen unterstützen, die Opfer einer Straftat geworden sind.

Wenn’s passiert ist – ob dir selbst oder jemandem, dem du hilfst – muss schnell gehandelt werden. Es besteht Lebensgefahr! Den Notarzt (112) rufen und weitere 7 Soforttipps findest du hier.