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Lisa, Auszubildende (17 Jahre)

Lisa geht am Wochenende mit ihren Freundinnen auf eine große Party in einem bekannten Club. Sie trinkt dort zwei Gläser Sekt, da eine Freundin Geburtstag hat, für mehr reicht ihr Geld sowieso nicht.

Plötzlich neben der Spur

Nach Mitternacht merkt sie, dass sie sich komisch fühlt, irgendwie neben sich. Sie kippt um und kommt nach einigen Augenblicken wieder zu sich. Ihre Freundinnen begleiten sie nach draußen, es geht ihr schnell wieder besser und sie beschließt, nach Hause zu gehen, es ist irgendwie wohl nicht ihr Tag. Sie versichert den Freundinnen, dass sie wieder fit ist und macht sich alleine auf den Weg zur S-Bahn, die etwa 10 Minuten entfernt ist.

Bewusstlos auf der Straße

An das, was danach passiert, kann sie sich nur bruchstückhaft erinnern: Sie verliert plötzlich das Bewusstsein, wacht auf der Straße liegend auf. Menschen diskutieren, was zu tun sei. Ein Mann sagt, er kenne sie und würde sie im Taxi nach Hause bringen. Wieder Filmriss...

Unbekleidet neben einem Fremden

Stunden später erwacht sie unbekleidet neben einem ihr fremden Mann in einer unbekannten Wohnung. Sie sagt später, dass sie in dem Moment riesige Angst hatte und ganz froh war, dass er irgendwie gut aussah. Er will sie nicht gehen lassen, benimmt sich so, als seien sie ein Liebespaar. Sie rennt aus der Wohnung auf die Straße, ruft mit dem Handy ihre Mutter an, die sie abholt.

Verwirrung und Erinnerungslücken

Lisa ist komplett durcheinander, weiß nicht was in der Nacht geschehen ist, stellt fest, dass sie ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte. Eine Gynäkologin kann am folgenden Montag - also etwa 48 Stunden später - keine Verletzungen feststellen.

Ermittlungen aus Mangel an Beweisen eingestellt

Erst nach Tagen entscheidet sie sich für eine Anzeige bei der Polizei, die Adresse des Mannes kennt sie. Es stellt sich heraus, dass er auf der gleichen Party war wie Lisa. Der 28-jährige Mann ist bei der Polizei einschlägig bekannt: Drogendelikte, Gewalt, Körperverletzung. Trotzdem werden die Ermittlungen eingestellt, da nicht nachweisbar ist, ob Lisa nicht doch freiwillig mitgegangen ist, so wie er behauptet.

Haaranalyse aus eigener Tasche bezahlen?

Für einen Nachweis von K.O.-Tropfen müsste eine Haaranalyse gemacht werden, die sie aus eigener Tasche bezahlen müsste. Lisa hat keine Lust mehr, sie weiß selbst nicht was los war und möchte die ganze Sache einfach vergessen und sich auf ihre Ausbildung konzentrieren.

 

Wenn’s passiert ist – ob dir selbst oder jemandem, dem du hilfst – muss schnell gehandelt werden. Es besteht Lebensgefahr! Den Notarzt (112) rufen und weitere 7 Soforttipps findest du hier.